Von April bis Oktober herrschen optimale Bedingungen für Nordargentinien, idealerweise in Verbindung mit der chilenischen Atacamawüste. Von Nord nach Süd schmiegt sich entlang der Anden die Abenteuerpiste "Ruta 40" an. Allradfahrzeuge sind dort eigentlich nicht notwendig, jedoch benötigt man eine sehr hohe Bodenfreiheit wegen den öfters auftretenden tiefen Spurrillen. Ein Pkw reicht dafür auf keinen Fall aus. Man kann aber fast das ganze Land auch bequem auf asphaltierter Straße mit Wohnmobil oder Pkw erkunden ohne Abstriche an Sehenswürdigkeiten machen zu müssen.
Brasilien ist ein Traum jedes Reisenden. Ein riesiges Land, eine Artenvielfalt die auf der ganzen Welt gerühmt wird, Menschen und ihre lebhafte Kultur und eine Vielzahl von Geschichten. Wir bieten Ihnen Reisen in den touristisch eher unbekannten Süden Brasiliens an. Hier ist der Einfluss der europäischen Einwanderer besonders hoch und die Region hat viel zu bieten. Es bietet sich an mit einem Mietwagen diesen Teil des Landes zu entdecken. Von den Iguazu Wasserfällen bis zum Hochland Río Grandes del Sul finden Sie schöne Landschaften und wirkliche Gastfreundschaft. Dieser Teil Brasiliens ist relativ reich und die Kriminalitätsrate viel geringer als in den großen Städten weiter im Norden.
Uruguay, touristisch weitgehend unbekannt, bietet als Land der großen Rinderfarmen kaum wirkliche Highlights. Urlauber aus Brasilien und Argentinien verbringen an der Küste wie auch in Brasilien ihren Badeurlaub. Es gibt einige Kolonialstädte, die sich ihren Scharm aus alten Zeiten erhalten haben. Und wie schon in den zwei südlichen Bundesstaaten Brasiliens sind auch hier die Gauchos mit Ihren Pferden und alten Traditionen sehr präsent. Uruguay ist das zweit kleinste Land des südamerikanischen Kontinents.
Routenverlauf
Tag 1 |
Antofagasta
Die Stadt ist genauso schön wie die meisten chilenischen Städte, was leider nicht allzuviel bedeutet. Sehenswert ist der alte Zugbahnhof in Baquedano und das Felstor La Portada. Die asphaltierte Strecke zwischen Antofagasta und Iquique bietet eine schöne Alterantive zur Panamericana.
Tag2+3 |
Calama
Die Stadt selbst lädt nicht unbedingt zum Verweilen ein. Interessant ist natürlich das riesige Loch der Kupfermine von Chuquicamata und kleine Indiodörfer wie Chiu Chiu oder Caspana auf dem Weg übers Hinterland nach San Pedro de Atacama.
Tag 4+5 |
San Pedro de Atacama
Ein kleines touristisches Dorf östlich von Antofagasta. Der Ort ist mit seinen weiß getünchten Häusern und kolonialem Flair schön anzusehen. Nach einigen Tagen nervt der Tourismus allerdings gewaltig. San Pedro bietet aber mit 4x4 Fahrzeugen absolut geniale Ausflüge an. Die Geysire von El Tatio oder die Lagunen Miscanti und Meninques zählen dabei zu den Klassikern. Zwei Andenpässe führen nach Argentinien, beide sind landschaftlich sehr lohnend. Die Zollpapiere werden dabei gleich außerhalb von San Pedro erledigt obwohl die Grenze noch über 160 km entfernt ist. Auf alle Fälle hier über den Straßenzustand Auskunft einholen.
Tag 6 |
Purmamarca
Auf der Strasse 9 von Salta Richtung Norden zur bolivianischen Grenze liegen zwei kleine Städte mit kolonialem Ursprung - Purmamarca und Humahuaca. Südlicher liegt Purmamarca. Auffällig sind die vielen Farben der Gesteine und die grossen Kakteen an der Strasse. Der Ort wirkt bei Sonnenaufgang sehr fotogen, da sein pitoreskes Aussehen mit den Bergen im Hintergrund gemäldehaftt unwirklich wirkt. Die Berge haben bis zu sieben verschiedene Farbschattierungen.
Tag 7 |
Humahuaca
Der koloniale Ort liegt in wunderschöner Landschaft und wird auch häufig von argentinischen Reisebussen besucht. Kleine Unterkünfte und Restaurants stehen zu Verfügung. Wem der Ort zu touristisch ist findet tolle Ausflugsmöglichkeiten und Wanderungen in der näheren Umgebung.
Tag 8 |
Salta
Die in die Berge eingebettete Kolonialstadt ist für viele Reisende der Ausgangspunkt einer Reise in den Nordwesten der argentinischen Anden. Einen Bummel durch die Altstadt mit einer Fahrt auf den Aussichtspunkt Cerro San Bernardo lohnt sich. Die Katedrale der Stadt ist reich geschmückt und beherbergt ein Bild der Mutter Gottes, dass auf einer Prozession jedes Jahr im September durch die Strassen getragen wird. Für viele ist Salta die schönste Stadt des Landes. Eine super Strecke führt über den Jama Pass nach San Pedro de Atacama ins angrenzende Chile.
Tag 9 |
Cachi + Quilmes
In einem Tal zwischen zwei Bergzügen gelegen, ist das beschauliche Örtchen Cachi eine weitere touristische Sehenswürdigkeit. Schon vor der Kolonalisierung lebten in diesem Tal indigene Völker. Ruinen eines Dorfes in der Nähe des Ortes zeugen von ihrer Geschichte. Das Tal mit seinem trockenden Klima bietet wenig Baustoffe. So wurden die Dächer der Kirche mit dem Holz einer dort heimischen Kaktusart gedeckt. Das Tal mit seinem Kaktusbestand und die schneebedeckten Berge im Hintergrund sind ein besonders einprägsamer Anblick, den Sie sich nicht entgehen lassen sollten.
Die Inkaruinen von Quilmes sind wohl das atemberaubenste an einer Reise durch die nördlichen Anden Argentiniens. Eingebettet in die Landschaft aus verschiedenen Kaktusarten und den Bergen gibt es von den Ruinen einen schönen Ausblick in diese unwirkliche Welt.
Tag 10 |
Pampa
Das nördliche Flachland Argentiniens ist berühmt für seine Rinderherden und die Gauchos. Ein gutes argentinisches Rindersteak mit einer Flasche Landwein gehört zu den Highlights der sonst recht eintönigen Region. Die Pampa ist vielleicht nicht unbedingt ein landschaftlicher Leckerbissen, die endlose Weite und das Leben der Gauchos sind es jedoch allemal Wert erkundet zu werden. Die Menschen hier sind selbstbewusst aber nach anfänglicher Zurückhaltung sehr herzlich.
Tag 11 |
Jesuitenmissionen
Im 16. Jahrhundert gründeten Jesuiten zahlreiche Missionen, von denen heute nur mehr ca. 20 Kirchen und vier Missionsorte erhalten sind. Die oft sehr einfachen aber schönen Kirchen finden sich in vielen Orten zwischen Jujuy und der Bolivianischen Grenze und im bolivianischen Tiefland bei Santa Cruz. Die vier Missionensorte San Ignacio Mini in Argentinien, Sao Miguel in Brasilien und Trinidad in Paraguay sind teilweise noch recht gut erhalten. San Igancio Mini ist sogar zu großen Teilen wieder restauriert worden. Abendlich finden hier oft vertonte Lichtshows statt.
Tag 12 |
Foz de Iguazu
Die bedeutensten Wasserfälle des Kontinentes können sowohl von Brasilien als auch von Argentinien besucht werden. Da beide Seiten komplett verschieden sind, sollte man sich pro Seite einen vollen Tag Zeit lassen. In der näheren Umgebung gibt es noch viele weitere Sehenswürdigkeiten wie der Stausee von Itaipu zu sehen. Neben dem Angel Wasserfall in Venezuela wohl eins der besonderen Highlights in Südamerika. Höher als die Niagara Fälle und breiter als die Victoria Fälle in Afrika, sind die 275 Wasserfälle auf einer Länge von 3 Kilometern mit der iposanten Höhe von rund 80 Metern ein tosendes Naturschauspiel das seines gleichen sucht. Die Wasserfälle liegen im Dreiländereck von Paraguay, Argentinien und Brasilien. Von der argentinischen Seite kann man einen guten Überblick über die Grösse der Wasserfälle bekommen. Von Brasilien aus können kurze Touren mit Schlauchbooten in die Nähe der Fälle gebucht werden.
Die Wasserfälle sollten Sie auf Ihrer Reise durch das südliche Südamerika auf jeden Fall einplanen
Tag 13 |
Curiciba
Die Hauptstadt des Bundesstaates Parana liegt für viele Reisenden nur auf der Strecke zu den Wasserfällen von Iguazú oder nach Sao Paulo. Schon früher war diese Stadt auf dem Weg der Viehtriebe aus dem Süden eine Zwischenstation. Trotzdem lohnt es sich hier ein kurzer Zwischenstop. Vielleicht möchten Sie einkaufen oder mit dem Zug Richtung Küste fahren. Die Strecke dieses Zuges gehört zu einem der grossen Höhepunkte einer Brasilienreise. Über zahlreiche Brücken und durch einige Tunnel windet sich die Bahnstrecke durch unberührten Wald. Auf der 130 Kilometer langen Strecke erleben Sie a der Natur den Klimawechsel vom Hochland zur Küste. Den Wagen einmal stehen zu lassen und diese Strecke mit dem Zug zu Fahren lohnt sich alle Mal.
Tag 14 |
Ilha do Mel
In der Paranagua Bucht gelegen ist die Insel eine besondere Sehenswürdigkeit, die wieder anseits der Strecke liegen wird. Dieses kleine Eiland ist ein richtiges Paradies und bietet mit Ihren bewachsenden Felsen und den weissen Stränden eine wunderbare Kulisse für den entspannten Urlaub. Kleine Hotelanlagen in schönster Umgebung laden zum verweilen ein.
Tag 15 |
Santa Catarina
Der mittlere der drei südlichen Bundesstaaten ist das Urlaubsgebiet der Brasilianer. So sind fast alle Küstenstädte auf den Badetourismus ausgelegt. Im Inland merkt man nichts mehr von den Menschenmassen. Täler mit kleinen Dörfern, in denen die Zeit seit 100 Jahren still gestanden zu sein scheint und grüne Berge mit urwüchsigem Regenwald der Mata Atlantica. Die Region gehört zuden wohlhabensten in Brasilien. Die Menschen stammen von deutschen und italienischen Auswanderen ab und haben sich zum Teil ihre Kulturen zwar leicht verändert beibehalten. Alle Regionen dieses Bundeslandes haben Ihre ganz besonderen Reize. Sie werden mit Ihrem Mietwagen in ein Land aufbrechen, wo sie der einige Tourist sind und noch die ursprüngliche Gastfreundschaft dieser einfachen Menschen kennen lernen.
Tag 16 |
Blumenau
Eine Stadt, die ein Reisender unschwer auf deutschen oder besser bayrischen Ursprung zurückführen kann. Sie wurde vor ungefähr 200 Jahren von deutschen Einwanderern gegründet und ist heute ein wichtiges Wirtschaftszentrum der Brasilianischen Industie. Besonders die Textilindustrie Brasiliens ist hier ansässig. An seinem Fachwerkrathaus , seiner auf deutsch getrimmten Innenstadt und dem grossen Oktoberfest kann der Reisende erfahren, wie die Einwanderer von einst das Bild des Deutschen festhalten. In der Umgebung von Blumenau finden Sie bestimmt auch noch einige deutschsprachige Siedlungen. Hier wird in den Schulen und in den Familien noch Deutsch geredet und der erste Kontakt mit dem portugisischen kommt für diese Brasilianer oft erst mit der Militärzeit oder bei Reisen in die benachbarten Städte.
Tag 17 |
Florianópolis
Hauptstadt des Bundesstaates Santa Catarina liegt an einer Meerenge, die die Insel Floripa mit dem Festland bildet. Hier sind die einzigen Brücken zur Insel mit den 45 Goldstränden, einem Surferparadies. Wie viele Städte an der Küste stehen an der Uferpromenade viele Hochhäuser mit Appartments und Hotels. Die stadt hat eine sehr gute Infrastruktur für Urlauber. Tagesausflüge in die nahen Berge oder auf die Insel Floripa werden angeboten. Reittouren in den Dünen, Rafting- oder Kajaktouren in den Bergen sollten sie sich nicht entgehen lassen.
Tag 18 |
Ilha de Santa Catarina
Die Insel möchten wir hier noch einmal gesondert erwähnen, da Campingurlauber hier beste Bedigungen für Ihren Urlaub finden. Wie schon beschrieben sind die Strände der Insel ein Surferparadies. Wellenreiter, Dünenskifahrer, Reiter und Strandurlauber finden hier ihr Eldorado.
Tag 19 |
Larges
Eine kleine verschlafende Stadt mit dem kältesten Wetter in ganz Brasilien. Mitten im Weiseland der grossen Fasiendas gelegen, ist sie kein besonderer Höhepunkt. In der Umgebung werden Reittouren angeboten und es gibt viele schöne Pensionen auf den Fasiendas. Die Menschen sind sehr gastfreundlich und lassen Ihre Besucher an den Traditionen und Ihrem Alltag teil haben. Tauschen Sie in das Leben der Gauchos ein. Das Hügelland mit seinen klaren Flüssen und Seen bietet eine schier unendliche Weite. Allein diese Region ist schon eine Reise wert.
Tag 20 |
Rio Grande do Sul
Der südlichste der brasilianischen Bundesstaaten ist bekannt für seine Gauchos, den südamerikanischen Cowboys. Von hier wurden bis vor 60 Jahren riesige Rinderherden Richting Sao Paulo getrieben. Die Einheimischen sind stolz auf Ihre Kultur und behalten die alten Gewohnheiten und Trachten bei. Dies gilt natürlich nur für die Landbevölkerung, die von den Städtern eher belächelt wird. An der Küste gibt es zwei grosse Lagunen, die Lagoa dos Patos und die Lagoa Mirim an der Grenze zu Uruguay.
Tag 21 |
Porto Alegre
Die Hauptstadt von Rio Grande do Sul wurde von den Portugiesen gegründet, aber erst mit den deutschen und italienischen Einwanderer erlangte sie etwas mehr Bedeutung. Nach wie vor ist sie die stadt der Gauchos. Viele Restaurants, die so genannten Churrascorien, bieten gegrilltes Fleisch aus der Region. Oft sogar als “All you can eat” Restaurants. Es gibt einige Museen und interessante Gebäude die einen Aufenthalt lohnend machen.
Tag 22 |
Parque Nacional de Aparados da Serra
Bei Reisenden aus Europa und Nordamerika fast unbekannt ist dieser Nationalpark ein wirklicher Geheimtipp. Ungefähr 10 Kilometer von der Küste steigen 1000 m hohe Klippen aus dem Hügelland. Viele tief eingeschnittende Schluchten und Wasserfälle bieten einen atemberaubenden Blick. Kleine Passstrassen mit zum Teil starken Steigungen gehören zu den schönsten Strassen Brasiliens. Alle Sehenswürdigkeiten sind nahezu unerschlossen und nur schwer zu finden. Es entwickelt sich langsam ein ständiger Tourismus, was dazu führt, dass Strassen ausgeschildert und Informationsstellen für Touristen entstehen. Lassen sie sich diesen Leckerbissen der brasilianischen Landschaft nicht entgehen.
Die Klippen sind auch der Anfang eines Hochplataus mit vielen grünen Wiesen und Araukarienwälder. Hier beginnt das Reich der Gauchos, mit seinen kleinen Faciendas.
Tag 23 |
Litoral Gaucho
Zwei Halbtinseln reichen an der Küste Richtung Süden. Eine Strasse mit Fährverbindungen zwischen den Inseln und dem Uruguayischen Festland bieten eine gute Infrastruktur für viele Urlauber aus Argentinien, Uruguay und dem nahen Porto Alegre. Es gibt einige Hotelresorts und ein auf die Bedürfnisse der Touristen angepasste Infrastruktur. Feine Strände und schöne Basaltformationen, ziehen in den Sommermonaten viele Touristen hier her. Die Hotels sind meisst bis März geöffnet. In den kältern Monaten weht ein strenger Wind über dieses spärlich gewachsende Eiland. Als Verbindungsstrecke zwischen Monte Video und Brasilien eignet sich die Fahr über die Halbinseln sehr gut, da es sowohl die direkteste, wie auch best ausgebaute Strecke ist.