CHILE - ZENTRALCHILE

Gesamtkilometer
3000 km
Tagesetappen min.
15 Tage
Übergabe Fahrzeug in
Santiago
Abgabe Fahrzeug in
Puerto Montt

Zentralchile reicht von Santiago bis zum Fluss Bio Bio etwas südlich der Stadt Los Angeles. Diese Zone beherbergt große Weinanbaugebiete, weite Strandgebiete und unglaublich schöne Wanderwege in den Anden. Das Klima ist mit dem kalifornischem Klima oder dem im Mittelmeerraum zu vergleichen. Von September bis Mai können hier Ausflüge in den Nationalparks unternommen werden. Die Straßen sind durch die höhere Bevölkerungsdichte wesentlich besser ausgebaut. Die Gegend entlang der Panamerikana ist wenig interessant, Naturliebhaber müssen sich schon ein wenig Mühe geben und von der Autobahn abfahren. Im Hochsommer von Januar bis Mitte Februar sind in Chile ebenfalls Ferien und auf der Autobahn ist teilweise mit Stau zu rechnen. Strände sind in diesen Wochen ebenfalls stark überlaufen.

Das Seengebiet von Chile wird oft mit der Schweiz verglichen. In der Schweiz gibt es keine Araukarienwälder und Papageienschwärme oder aktive Vulkane wurden auch noch nicht gesehen, also nicht ganz der beste landschaftliche Vergleich. Vom Klima her ist es zwar stabil, allerdings meist stabil regnerisch. Das ganze Gebiet ist durch eine recht gute Infrastruktur ausgebaut, mit dichtem Tankstellennetz, Supermärkten und Campingplätzen. Wie im ganzen Land ist das wirkliche Bonbon des Seengebietes ebenfalls die Natur. Einige Plätze sind vor allem im Sommer stark überlaufen, der Rest allerdings kaum besucht. Im Winter von Mai bis Oktober wird das Seengebiet wegen der oft lang anhaltenden Regenfälle kaum besucht. Vorsicht mit den Andenpässen nach Argentinien, im Frühjahr und Herbst könne durch Schneefälle Schneeketten wichtig werden.

Routenverlauf

Tag 1+2+3 | 

Santiago - Rancagua - San Fernando - Santa Cruz - Curico - Talca

Die Hauptstadt mit 6 Mio. Einwohnern ist natürlich nicht jedermanns Sache. Wer sich einen Caravan oder Wohnmobil mietet, sucht wohl eher die Natur und nicht den Smog. Dennoch ist Santiago einen Besuch wert ist, schon alleine um da gewesen zu sein. Nur wenig außerhalb der Metropole befinden sich allerdings absolute Highlights. Das Maipotal führt östlich, Richtung Argentinien, in die Anden hoch. Die Piste bis nach Banos Morales ist in gutem Zustand. von hier aus führen verschiedene Pisten noch weiter ins Gebirge mit Gletscher bedeckten Bergen über 6000 m, Nationalparks und heißen Quellen. Westlich von Santiago erstrecken sich schöne Strandgebiete und dort befindet sich auch der Nationalpark La Campana, welcher wegen seinem Palmenwald allemal einen Besuch wert ist.

Die Stadt selbst lohnt keinen Besuch. Von Rancagua aus aber führt eine Piste in den Nationalpark Cipreses. Dieser ist bekannt für seine Papageinschwärme und bietet tolle Wanderungen allerdings wirklich lohnende nur über mehrere Tage. Am Ende des Tales befindet sich der fast 5000 m hohe Vulkan Palomo. Etwas vorher zweigt ein Seitental ab zu einer wild gelegenen Lagune.

Von dem kolonialem Ort San Fernando führt eine Piste hoch zu den Heißen Quellen "Flaco". Die Route ist sehr schön. Von den nicht allzu schönen Thermen kann man sehr gute Ausflüge in die umliegende Bergwelt unternehmen. Interessant sind die versteinerten Dinosaurier-Fußspuren welche nach ca. 1 h zu Fuß erreicht werden. Ambitionierte Bergsteiger finden hier Chiles zweitgrößten Gletscher.

Santa Cruz ist erst in den letzten Jahren bekannt geworden. Es wird immer mehr zur Weinhauptstadt des Landes. Seit 2004 verkehrt hier eine kleine Dampflok zwischen den Weingütern. Richtung Küste liegen ein paar Naturschutzgebiete welche hauptsächlich für Ornithologen interessant sind.

Curico gleicht den meisten chilenischen Städten. Sehr schön ist der östlich liegende Nationalpark mit dem bekannten "Siete Tazas" Wasserfall. Hier lassen sich schön Tages- und Mehrtagestouren unternehmen. Im Sommer wird der Park für sechs Wochen stark von Chilenen besucht.

Von Talca aus lassen sich viele Weingüter besuchen. Bei allen sollte man sich vorher telefonisch anmelden. Von Talca aus fährt der letzte Bummelzug des Landes noch bis zur Küste nach Constitucion. Der nur 60 km östlich liegende Nationalpark  Vilches bietet unzählige Wanderungen und vor allem sehr günstige Reitmöglichkeiten. Für Informationen zur Unterkunft auf Trekking Chile.

Tag 4+5+6 |

Talca - Constitucion - Linares - Chillan

Verschiedene kleine Seen in diesem Küstengebiet bieten mitunter die besten Schutzgebiete für Vogelkundler. Die Sanddünen von Putu liegen nur ca. 20 km nördlich und sollten auf keinen Fall verpasst werden. Die Strände südlich von Constitución sind durch ihren vulkanischen Ursprung allesamt schwarz gefärbt und beherbergen nicht nur Kakteen sondern auch viele Vogelarten wie Pelikane und Tölpel. Hier gibt es auch ein paar einfache Restaurants mit frischem Fisch. Zu guter letzt verkehrt außerdem ein kleiner Bummelzug mit herrlichem Ausblick zwischen Talca und Constitución.

Östlich von Linares bieten die Anden mehr an Wildnis als ganz Europa zusammen. Gletscher, Vulkane, Urwälder, Seen und unzählige Wandermöglichkeiten. Zufahrten sind möglich über das Meladotal, das Ancaoatal und entlang des Rio Achibueno. Einfach einen schönen Abstellplatz für den Mietwagen suchen und die tolle Landschaft zu Fuß oder per Pferd erkunden. Die hier ansässigen Bauern vermieten Pferde für ca. € 10,- pro Tag, ein Führer kostet zirka noch einmal soviel.

Bekannt für die heißen Quellen bietet die Gegend rund um den Vulkan Chillan vor allem aber dem Naturfreund super Ausflugsmöglichkeiten. Besonders zu empfehlen ist eine dreistündige Tour in das Tal "Aguas Calientes". Hier fließen mehrere heiße Bäche mit natürlichen Pools vom Hang des Vulkanes hinunter - traumhaft.

Tag 7+8+9 |

Chillan - Los Angeles - Curacautin

Etwa 2 Stunden östlich von Los Angeles befindet sich der Nationalpark Laguna de Laja mit dem fast dreitausend Meter hohen Vulkan Antuco im Mittelpunkt. Eine schöne Tagestour führt hoch zwischen dem Vulkan und dem Gletscherberg "Sierra Velluda". Richtung Küste befindet sich ein herrlicher Araukarienwald im Nationalpark "Nahuelbuta" mit tollem Campingplatz.

Der Ort wird über Victoria oder Lautaro erreicht. Hier befinden sich mehrere Nationalparks, mitunter die schönsten des Landes. Auf keinen Fall sollte man den Anblick auf den Vulkan Lonquimay und einen Besuch des Nationalpark Conguillio verpassen. Die Strecke über Lago Gualletue und in das Quellgebiet des Rio Bío Bío sind landschaftlich ebenfalls sehr schön. Auf dieser Piste führt auch ein Pass weiter nach Argentinien, welcher ganzjährig geöffnet ist.

Tag 10+11+12 |

Curacautin - Paso de Pino Hachado - Copahue - 7 Seengebiet - Bariloche

Der Vulkan Copahue mit den Thermalquellen liegt an der chilenischen Grenze. Der mit einem Säuresee gefüllte Krater läßt sich von Bergwanderern durch eine Tagestour erkunden. Der gleichnamige Ort liegt 15 km entfernt und bietet verschiedene Hotels. Die Thermalquellen liegen in einem natürlichen Amphitheater aus hohen Steinwänden beim Ort Caviahue.

Das sieben Seengebiet ersteckt sich an der Grenze zu Chile nördlich von Bariloche. Ein buntes Mosaik aus Seen und Wäldern. Die Region ist ein beliebtes Feriengebiet für Argentinier, so sind die Cabañas und Hotels im Januar und Februar oft überlaufen. Wanderungen und Bootstouren sollten sie fest in Ihre Zeit einbauen. Nur so können sie die Ursprünglichkeit und Ruhe wirklich erleben.

Die Stadt Bariloche liegt in der Nähe des ältesten Nationalpark Argentiniens. Die Mischung aus Gletschern, Seen, Bergen und Wasserfällen, macht es schwer ein besonders Highlight in der Umgebung heraus zu suchen. Viele Wanderungen können hier auch von Hütte zu Hütte unternommen werden. Die meisten der Touren sind jedoch relativ anspruchsvoll. Vorsicht vor oft auftretenden Wetterstürzen! Über den gut ausgebauten Puyehue Pass wird die Stadt Osorno auf chilenischer Seite erreicht.

Tag 13+14+15 |

Bariloche - Nationalpark Puyehue - Osorno - Puerto Varas - Puerto Montt

Die internationale Straße von Osorno in Chile nach Bariloche auf argentinischer Seite ist, obwohl nicht durchgehend asphaltiert, ist die meist befahrene in Südchile. Unterwegs passiert man den Nationalpark Puyeuhe mit sehr guten Wandermöglichkeiten, Camping, Seen und sogar heißen Quellen. Besonders lohnend ist der Aussichtspunkt über die Vulkane vom Skigebiet "Antillanca" aus. Gute Infos erhält man im Besucherzentrum des Nationalparks.

Eine für Chile typisch deutsche Stadt, was nicht wirklich viel bedeutet. Etwas nördlich der Stadt fließt der Rio Bueno. Hier verkehrt das letzte Dampfboot des Landes. An der Küste bei Bahia Mansa kann man oft Delfine beim herumtollen in den Wellen beobachten.

Das Städtchen hat noch ein gewisses Etwas. Für Leute mit zuviel Geld gibt es ein modernes Kasino, mit Blick auf den See. Die Ausflugsmöglichkeiten von Puerto Varas aus sind sehr vielfältig, zur Insel Chiloe, zum Nationalpark Vicente Perez Rosales, zum Vulkan Osorno oder eine Runde um den See Llanquihue. Campingplätze gibt es genügend auf dieser Strecke.

Puerto Montt ist wesentlich größer als Puerto Varas, zählt auch nicht wirklich zu den schönsten Städten Chiles. Wichtig ist es jedoch wegen seiner Fähranlegestelle Richtung Carretera Austral, Puerto Natales und Puerto Chacabuco. Die Fähre auf die Insel Chiloe startet ca. 50 km südlich von Puerto Montt bei Pargua.

Abstecher 1 |

Temuco - Pucón - Valdivia

Hier beginnt das "deutsche" Gebiet Chiles. Keine Angst, hier siedelten sich die Menschen bereits im19 Jahrhundert an und nicht nach dem Zweiten Weltkrieg. Temuco ist Landeshauptstadt der Region Araukarien. Sehenswert ist vielleicht gerade noch das Mapuchemuseum und der Markt im Zentrum, dann aber weiter ab zu den Nationalparks.

Pucón ist nach wie vor der Tourismusort schlechthin. Die Ausflugsmöglichkeiten sind sehr gut, die Campingplätze im Ort selbst sind gerade in der Hochsaison eine Katastrophe. Weiter außerhalb liegen allerdings traumhafte Plätze. Sehr begehrt ist der Aufstieg auf den aktiven Vulkan Villarrica. Manchmal kann man sogar die rotglühende Lava in dessen Schlund sehen. Hier kann man auch die günstigsten Raftingtouren des Landes buchen, für knapp € 10,- im Rio Trancura. Mehrere deutschsprachige Veranstalter bieten hier Reittouren an.

Hier kommen Bierfreunde auf ihre Kosten, die Brauerei Kunstmann bietet aber nicht nur gutes Bier sondern auch ebenso gutes Essen. Auf dem Rio Cruces und Rio Calle Calle kann man ganz nette Bootsauflüge unternehmen. Verschiedene Boote liegen hierfür an der Mole im Zentrum der Stadt. In der Universität, im Stadtviertel "Isla Teja" befindet sich ein recht guter botanischer Garten. Im kleinen Kiosk kann man sich dazu Führer anmieten.

Abstecher 2 |

Puerto Montt - Nationalpark Vincente Perez Rosales

Dieser Nationalpark darf nicht versäumt werden. Der Wasserfall "Salto Petrohue" ist zwar kein Niagara aber die Kulisse mit dem Vulkan im Hintergrund ist genial. Eine kleine Schotterstraße führt hoch zum Skigebiet am Vulkan Osorno. Im Sommer kommt man zu Fuß oder per Lift bis zum Gletscher hoch. Der Ausblick über den See Llanquihue bis zum Pazifik ist spektakulär.

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