CHILE & ARGENTINIEN - SÜDROUTE

Gesamtkilometer
2100 km
Tagesetappen min.
7 Tage
Übergabe Fahrzeug in
Coyhaique
Abgabe Fahrzeug in
Punta Arenas

Argentinien ist rund acht mal so groß wie Deutschland. Aus diesem Grund sollte man nicht versuchen das Land in einer drei- oder vierwöchigen Rundreise abzuhaken. Von November bis April bietet sich der Süden an. Allem voran das traumhaft wilde Patagonien und die durch ihren Tierreichtum bekannte Halbinsel Valdez. Von April bis Oktober herrschen widerum optimale Bedingungen für Nordargentinien, idealerweise in Verbindung mit der chilenischen Atacamawüste. Von Nord nach Süd schmiegt sich entlang der Anden die Abenteuerpiste "Ruta 40" an. Allradfahrzeuge sind dort eigentlich nicht notwendig, jedoch benötigt man eine sehr hohe Bodenfreiheit wegen den öfters auftretenden tiefen Spurrillen. Ein Pkw reicht dafür auf keinen Fall aus. Man kann aber fast das ganze Land auch bequem auf asphaltierter Straße mit Wohnmobil oder Pkw erkunden ohne Abstriche an Sehenswürdigkeiten machen zu müssen.

Routenverlauf

Tag 1 | 

Coihaique - Chile Chico

Außergewöhnlich und etwas gewöhnungsbedürftig ist die fünfeckige Form der Stadt. Gleich außerhalb befindet sich Natur pur. Der P.P. Coihaique bietet verschiedene Wanderungen, im Naturschutzgebiet Huemul finden sich mit ein wenig Glück die stark bedrohten Andenhirsche. Besonders schön ist die Landschaft im südlich gelegenen Nationalpark Cerro Castillo.

Für viele ist die Strecke zwischen Coihaique und Chile Chico an der argentinischen Grenze die schönste des ganzen Landes. Die Piste ist leider meist in bescheidenem Zustand aber das Geschüttel wird tatsächlich mit feinster Natur belohnt. Seit 2003 gibt es eine Verlängerung bis nach Tortel Von dort aus kann man per Boot Gletscher besuchen die ihren Weg bis in den Pazifik finden.

Tag 2  | 

Chile Chico - Lago Buenos Aires - Cueva de las manos - Nationalpark Perito Moreno

Das Land des Windes und das Ende der Welt ist seit den Büchern Stefan Zweigs ("Magellan"), Bruce Chatwins ("In Patagonien") und Paul Theroux ("The old Patagonian Express") zum Inbegriff des Traumlandes für reisende Entdecker geworden. Wer muss einem Camper da noch sagen, dass er hier genau das findet, was er immer gesucht hat? Einsame Landstrassen, Landschaftliche Höhepunkte und die Ruhe, die nur der Wind durchpfeift, entdecken Sie Ihr eigenes Patagonienabenteuer! Das Bundesland Patagonien beginnt südlich des Rio Colorado auf der Höhe des Ortes Malargüe.

Der zweitgrösste See Südamerikas liegt an der viel befahrenden Strasse Richtung Chile. Der See selbst ist in einen chilenischen und einen argentinischen Teil geteilt. Boote fahren über diese Grenze. Das Gebiet ist unberührt und ursprünglich. Auf argentinsicher Seite erstreckt sich die Pampa mit ihrer endlosen Buschvegetation. Die chilensiche Seite ist eine der größten landschaftlichen Attraktionens des Landes. Der Baker Fluss, der vom intensiv blauen See in den Pazifik fliesst ist als Raftfluss bekannt und wird häufig von Fliegenfischer besucht.

Diese Höhle der Hände ist eines der ältesten Zeugnisse der frühen Besiedlung Patagoniens. Die Handabdrücke in den Höhlen des Rio Pintura Canyons sind die ältesten Zeugnisse vorkolonialer Besiedlung in dieser Region. An den Wänden der Höhle wurden auch Tiere wie Guanacos abgebildet. Die ältesten der 800 Hände sollen 9300 Jahre alt sein, die jüngsten sind immerhin noch gute 3000 Jahre alt. Es zeigt sich, dass sich die Kultur der Patagonier in dieser langen Periode nicht viel geändert hat. Besuchen Sie die Höhle am frühen Morgen oder am Abend, das Licht im Canyon und in der Zeit besonders schön. Direkt beim Parkeingang befindet sich der Campingplatz.

Dieser Nationalpark nördlich vom Los Glaciers Nationalpark ist schwer zu erreichen, allerding gehört er zu den schönsten Flecken in Argentinien. Bei einem Besuch unbedingt genügend Treibstoff mitnehmen. Die Gletscherseen zeigen sich in den erstaunlichsten Blau - und Grüntönen. Der Park ist zudem für seinen Tierreichtum bekannt. Vorsicht - hier können unglaublich starke Winde auftreten.

Tag 3  | 

Nationalpark Perito Moreno - Fitz Roy und Cerro Torre

Am nördlichen Ende des Nationalparks Los Glaciers überschatten diese beiden Felsspitzen die Landschaft. Nicht nur für Kletterer sind diese Felsen Anlass für einen Adrenalinstoss, auch Wanderer und Naturliebhaber kommen in der Umgebung voll auf Ihre Kosten. Mehrere Wander und Trekkingwege führen von verschiedenen Seiten an die Berge. Die Infrastruktur für Übernachtungen nach den Tagesetappen ist gut ausgebaut. Mehrere Campingplätze stehen zur Verfügung. Einige begeisterte Touristen sagen, dass die Wanderungen am Fitz Roy noch schöner sind als die am Torres del Paine in Chile. Nun, wir werten diese Aussage mal nicht, allerdings finden Sie hier wohl weniger Wanderbegeisterte auf ihrem Weg. Das Gebiet ist ein absolutes Muss.

Tag 4  | 

Fitz Roy und Cerro Torre - Perito Moreno Gletscher - El Calafate

Vielleicht einer der letzten wachsenden Gletscher der Erde. Seine Abbruchkante, an der das tausend Jahre altes Eis ins Wasser stürtzt, ist weltbekannt und das ganze Gebiet wurde deshalb vom Staat zu einem Nationalpark erklärt. Mit dem Mietwagen können sie nah an die impostante Eismasse heranfahren. Bootstouren sind buchbar und bieten die besten Blickwinkel auf die riesige Wand aus Eis. Wiskeytrinker aufgepasst, was ist älter als Ihr Wiskey und kommt trotzdem ins Glas? Natürlich das Eis vom Perito Moreno. Vorsicht- durch Eisabbruch entstehen oft meterhohe Wellen die immer wieder unvorsichtige Touristen in den kalten Tod ziehen!!!

Tag 5 + 6  | 

El Calafate - Puerto Natales - Nationalpark Torres del Paine

Dies ist der meistbesuchte Nationalpark des Landes. Landschaftlich auf alle Fälle ein Muss, der Besucherandrang ist allerdings besonders in der Hochsaison mittlerweile sehr störend. Innerhalb des Parkes gibt es verschiedenste Campingplätze von denen man tolle Tagestouren unternehmen kann. Besonders schön ist der Grey Gletscher, der Mirador "Los Torres" und der Aussichtspunkt oberhalb des Grey Gletschers. Dies ist auch einer der besten Parks um Tiere wie Gaunacos, Nandus oder Flamingos beobachten zu können. Nachmittags Rückfahrt nach Pto. Natales.

Tag 7  | 

Nationalpark Torres del Paine - Punta Tombo - Punta Arenas

Das Naturreservat von Punta Tombo beherbergt eine der grössten Pinguinkolonien in Südamerika, ausserdem gibt es Guanoacos und andere Tiere zu beobachten. Die Pinguine kommen im September, um am Strand zu brüten. Im Januar und Februar machen sich die Kleinen auf zum Wasser. Am Morgen ist der Strand von Touristenmassen überfüllt, ein Besuch am Abend ist lohnenswert, weil dann weniger Menschen unterwegs sind.

Routenkarte

Ausgewählte Links

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